Wer im Abgasskandal mit VW auf Entschädigung hofft, wird bald klagen müssen

Die Zeit drängt: Der VW-Konzern hat inzwischen eingeräumt, dass die freiwillig eingeräumte Verlängerung der Gewährleistungsfrist für betroffene Autos am 31. Dezember 2017 endet.

Man habe seinerzeit den Verjährungsverzicht erklärt, um betroffenen Kunden während der mit dem Kraftfahrt-Bundesamt abgestimmten Umrüstung der Diesel-Motoren Rechtssicherheit zu geben. Da man zuversichtlich sei, den Rückrufprozess im Herbst 2017 abschließen zu können, sei der bisher geübte Verzicht auf die Verjährungseinrede nach Ablauf des Jahres nicht mehr notwendig.

Verbraucherverbände und Presse zeigen sich enttäuscht: Der Konzern habe eine einmalige Chance vertan, sein angeschlagenes Image zu verbessern, so Klaus Müller, Vorsitzender der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Im März seien etwa 1 Million Fahrzeuge immer noch nicht umgerüstet worden. Neben der Wartezeit, die VW seinen Kunden zumute, scheine der Konzern nun zusätzlich auf Zeit zu spielen. Während in den USA Käufer manipulierter Autos bis zu 10.000 Dollar Entschädigung erhalten, bietet VW den 2,5 Millionen deutschen Kunden lediglich die Umrüstung an. Urteile hiesiger Gerichte, die Kunden weitergehende Rechte einräumen, akzeptiert VW hingegen nicht, so dass alles auf ein Verfahren vor dem BGH hinaus läuft – in drei bis vier Jahren!

Das Ziel scheint klar zu sein. Offensichtlich spekuliert VW darauf, dass vielen Kunden eine eigene Klage und der Gang durch die Instanzen zu aufwendig ist. Eine weitere Verlängerung der Verjährungsfrist bis ins Jahr 2021 hingegen hätte es den Kunden ermöglicht, von dem dann vorliegenden Urteil des BGH zu profitieren und so leichter zu ihrem Recht zu kommen. Und dass VW zu Schadensersatz oder auch einer Minderung des Kaufpreises verurteilt werden könnte, halten nicht nur US-amerikanische Juristen für sehr wahrscheinlich.

Welche Rechte habe ich als Käufer eines manipulierten VW?

Welche Kosten kommen bei einer Klage auf mich zu?

Welche außergerichtlichen Möglichkeiten habe ich, um an Schadensersatz zu kommen?

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